M83 Tickets und Termine.

  • Event-Infos zu M83

    M83 liefern die Antwort auf die zugegebenermaßen etwas abstruse Frage, wie My Bloody Valentine hätten klingen können, wenn sie sich Synthesizer anstatt Gitarren gekauft hätten. Raumgreifende Walls of Sound verschmelzen mit glockenklarem Eighties-Electropop zu einem Stil, der nicht nur in Sachen epochaler Größe seinesgleichen sucht. Live unbedingt zu empfehlen, da M83 das Kunststück schaffen, ihre immense Klangdichte auch in jedem noch so kleinen Club aus dem Synthie zu schütteln.

M83 Eintrittskarten, Ticketpreisvergleich und Tourdaten

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  • M83 im Porträt

    2001 ist neben dem gleichnamigen Titel des Stanley Kubrick Films auch durch die Gründung des Elektroprojekts M83 scheinbar ein kosmisches Jahr. So benennen die zwei Franzosen Anthony Gonzalez und Nicolas Fromageu ihre Vision einer elektronischen Variante von Shoegaze nach einer Spiralgalaxie. Mit Elementen aus Ambient und Prog angereichert erscheint das selbstbetitelte Debüt noch im gleichen Jahr, doch erst durch das Nachfolgealbum „Dead Cities, Red Seas & Lost Ghosts“ wird die Musikwelt auf das außergewöhnliche Duo aufmerksam. Insbesondere die Verwendung des Songs „Unrecorded“ im Trailer des russischen Actionfilms „Wächter der Nacht - Nochnoi Dozor“ sorgt für Aufsehen. Fortan erfahren M83-Songs zahlreiche Einsätze in Film und Fernsehen und sorgen für ein bisschen Klingeln in der Bandkasse. Nichtsdestotrotz steigt Fromageu schon nach der Tour zum zweiten Album aus, um sich fortan eigenen Projekten zu widmen. Gonzalez bleibt daraufhin einziges Dauermitglied von M83.

    Nach einem weiteren Album („Before the Dawn Heals Us“) sowie diversen Remix-Arbeiten, die M83 im Laufe ihrer Karriere immer wieder übernehmen, erscheint 2007 „Digital Shades Vol. 1“. Stärker als sonst zeigt sich Gonzalez, der zudem erstmals komplett in Eigenregie aufnahm, Ambient und Krautrock zugewandt. Im Jahr darauf erscheint mit „Saturdays = Youth“ das mittlerweile fünfte M83-Album. Im Vergleich zu allen vorherigen Veröffentlichungen dreht Gonzalez hier die Eighties-Regler am weitesten auf. Die Rechnung geht auf! Der poppigere Stil von Songs wie „Kim & Jessie“ oder „We Own the Sky“ sorgt für einen erneuten Popularitätsschub, der M83 unter anderem ins Vorprogramm von einigen echten Band-Schwergewichten befördert. So touren Gonzalez und seine Gefolgschaft beispielsweise mit Depeche Mode, Kings of Leon oder The Killers. Trotz ihres eigenwilligen Stils vermögen die Franzosen mittels einer eindrucksvollen Show und sattem Sound, Fans der unterschiedlichsten Lager für sich einzunehmen.

    Ziemlich genau dreieinhalb Jahre nach der Veröffentlichung von „Saturdays = Youth“ erscheint Ende 2011 das Doppelalbum „Hurry Up, We´re Dreaming“. Laut Gonzalez soll es sich hierbei um ein Konzeptalbum zum Thema Träume und wie sich diese in verschiedenen Lebensabschnitten sowie von Mensch zu Mensch unterscheiden. Die Themenwahl erscheint durchaus sinnvoll. Für die Traumvertonung kann man jedenfalls wohl niemanden für geeigneter halten als M83.

  • Rezensionen zu M83

    M83 live im Uebel & Gefährlich, Hamburg (22.02.12)

    Düp düp düpdüp, düp düp düp düdüdüp – Zeilen, die zumindest für M83 die Welt bedeuten könnten. Sorgen sie doch gegen Ende eines eigentlich höchst löblichen Konzerts für einen Moment allseitiger Euphorie. Aber der Reihe nach.

    Die Franzosen um Anthony Gonzalez sind also wieder einmal auf Tour. Beinahe ausnahmsweise auch mal nicht im Vorprogramm eines beliebigen Monster-Acts verheizt, ist da der Drang sich zu entziehen entsprechend gering. In der privilegierten Lage, sich selbst ein Vorprogramm zusammen zu stellen, lässt es sich Gonzalez nicht nehmen, mit Porcelain Raft hervorragenden Geschmack zu beweisen. Eben wie bei M83 verbirgt sich hinter dem rätselhaften Namen auch lediglich ein Musiker. Im Gegensatz zum Hauptact jedoch verlässt sich Mauro Remiddi auch live vollends auf sich selbst. So bedient der Italiener Gitarre, Sampler, Keyboard und Loop Machine in Personalunion. Gesang steuert er überdies ebenso zu. Musikalisch schlägt Porcelain Raft eine rahmenbedingt wohlig ähnelnde Richtung ein wie die folgenden Franzosen. Zwischen Electro-, Dream- und Synthie-Pop passt hier jedenfalls kaum ein Blatt Papier. Ähnliches gilt auch mehr und mehr für die abendliche Location. Außerdem lassen sich die Augen vor einer bemerkenswerten Jutebeuteldichte nunmehr kaum noch verschließen.

    Zur Hauptattraktion des Abends ist dann endgültig Schluss. Und zwar eher mit lustig. Rien ne va plus nicht nur unmittelbar vor der Bühne, so dass froh sein kann, wer mit mehr als ein Meter achtzig Körpergröße gesegnet wurde. M83 beginnen erwartungsgemäß mit dem „Intro“ des aktuellen Albums „Hurry Up, We´re Dreaming“. Darauf folgen mit „Teen Angst“ sowie „Kim & Jessie“ zwei frühere Nummern, die die abendliche Tanzbarkeitsvorgabe besser umsetzen, als es wohl manch Weltraumausflug à la „In the Cold I´m Standing“ vollbracht hätte. Da hätten wahrscheinlich weder die stimmige Lichtshow noch der satte Megalomaniesound etwas ausrichten können.
    Musikalisch speist sich der Abend natürlich größtenteils aus dem Material des neuen Doppeldrehers, das nur selten von älteren Stücken wie „Sitting“ oder „A Guitar And a Heart“ flankiert wird. Letztgenanntes bildet zudem nach gut 70 Minuten den Abschluss des regulären Sets, dem mit „Skin of the Night“ und dem epochalen „Couleurs“ ein ebenso würdiges Konzertfinale folgt.

    Doch was war nun mit eingangs geschildertem „Zitat“? Das hatten tatsächlich die vollzähligen Anwesenden auf den Lippen, als M83 dann nun doch endlich „Midnight City“ von sich gaben. Einerseits schön zu sehen, dass die Leute wissen, wie man einen Song feiert, andererseits schade, wenn davor und danach manchem Alltagserlebnis mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. An Konzertabenden wie diesem haben jene schließlich auch nicht mehr Bedeutung als düp düp düpdüp.

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