Enter Shikari Tickets und Termine.

  • Event-Infos zu Enter Shikari

    Mit Enter Shikari füllt sich endlich der luftleere Raum zwischen Alexisonfire, Rise Against und Billy Talent. Die Jungs aus dem englischen St Albans sind derzeit die unangefochtene Spitze des Post-Hardcore und setzen mit ihren Live-Shows regelmäßig neue Maßstäbe im elektroaffinen Rockgenre. So viel Verve im Strobo-Gewitter sucht man anderswo vergeblich. Ein weiterer Grund für einen Konzertbesuch bei Enter Shikari sind übrigens die hemmungslosen Dance-Moves der Jungs – daneben sieht selbst der beste Dub-Step wie ein alter Hut aus.

Enter Shikari Eintrittskarten, Ticketpreisvergleich und Tourdaten

Datum Event Ort Preis*  
Treffer pro Seite 10 | 25 | 50
20.07.2012
Fr 20:30 h
Enter Shikari Feldkirch​, Altes Hallenbad ab 25.00 €
  • Enter Shikari im Porträt

    Enter Shikari sind ein hervorragendes Beispiel für die neuen Wege von Popularität und Erfolg, die sich im Zeitalter des World Wide Web eröffnet haben. Denn obwohl ihre Musik höchst eigenwillig und speziell ist, fand sie ihre Anhänger in großer Anzahl – zunächst über das Internet und erst später über die klassischen Vertriebswege einer Plattenfirma und eines Albums. Schon lange bevor Roughton „Rou“ Reynolds (Vocals, Electronics, Keyboards), Chris Batten (Bass, Vocals), Liam „Rory“ Clewlow (Gitarre) und Rob Rolfe (Drums) einen Tonträger veröffentlicht hatten, avancierten sie zum Geheimtipp unter den Nutzern von MySpace. So war es auch das „MySpace Newcomer Festival“ im Sommer 2006, das ihnen zu größerer Beliebtheit, zu erster Medien­-Aufmerksam­keit und schließlich zum Plattenvertrag verhalf. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits mehr als drei Millionen User den bandeigenen My­ Space­Player angeklickt, um sich die außergewöhnliche Musik des Quartetts anzuhören. Jene besteht zu gleichen Teilen aus trans­zendentalen, episch­elektronischen Flächen, die den Hörer besänf­tigen, andererseits aus der wütenden, eruptiven Urgewalt eines Noise­infizierten Post­Hardcore. Gegensätze, die sich anziehen. Ein Sound, der den Hörer auf eine schillernde Reise durch Zeit und Raum schickt.

    Im März 2007 stieg sowohl ihre erste Single Anything Can Happen In The Next Half Hour als auch das Debütalbum Take To The Skies in die Top 5 der britischen Hitlisten. Auch der im Juni 2009 veröffent­lichte Nachfolger Common Dreads sowie die Singleauskoppelung We Can Breathe In Space, They Just Don’t Want Us To Escape zeugten von künstlerischer Brillanz und einem Hitpotenzial, das in herrlichem Kontrast zur Komplexität ihrer Musik steht.

    Nach einer ausgedehnten Welttournee, die auf der beeindruckenden CD/DVD Live From Planet Earth dokumentiert wurde, zogen sich Enter Shikari nach Thailand zurück, um dort ihr drittes Album einzu­spielen. Bereits im Mai erschien mit der Single Quelle Surprise ein erster Vorbote ihrer künftigen Arbeit. Im September folgte eine weitere Single: Sssnakepit überraschte mit kantigen Hardcore­Raps und frischen Sound­-Elementen. Damit haben Enter Shikari die Euphorie um ihr drittes Album weiter befeuert. Eine der progressivsten briti­schen Bands hat sich offenbar ein weiteres Mal neu erfunden.

  • Rezensionen zu Enter Shikari

    Enter Shikari, live in der Markthalle, Hamburg (12.03.2012)

    Für Enter Shikari scheint Hamburg ein gutes Pflaster zu sein. Nach gerade einmal sechs Monaten seit dem letzten Tourstop schlagen die britischen Dub-Corer erneut ihre Zelte in der Hansestadt auf – und die Fans danken mit einer ausverkauften Markthalle!

    Wer an diesem Abend ein Ticket sein Eigen nannte, durfte sich auf die volle Breite Hardcore-Rock gefasst machen. Bereits eine halbe Stunde nach Einlass – die meisten begutachteten dementsprechend noch seelenruhig den Merch-Stand oder frequentierten eine der beiden Astra-Theken – sorgten The James Cleaver Quintett für ein Überraschungs-Entrée. Die schick geblümten Hawaii-Hemden waren dabei allenfalls Tarnung: Eine knackige halbe Stunde lang rockten die Fünf die Bühne mit überraschend brachialem Sound und sackten damit sicherlich den ein oder anderen Neu-Fan ein.

    Mit Young Guns folgte kurz darauf der eigentliche Support-Act – oder Double-Headliner? – des Abends. Auch wenn die Videos der Truppe eher an gute alte Hairflip-Myspace-Zeiten erinnern, lassen ihre Live-Shows keinen Zweifel am Young Guns’schen Hardcore-Anspruch. Da kniet schon mal die ganze Markthalle nieder und jumpt auf Zuruf als gäb´s kein Morgen mehr. Circle Pits verstehen sich eh von selbst. Und wenn das Band-Ensemble dabei fürs Auge auch noch etwas bietet – umso besser.

    Nachdem die Young Guns die Bühne geräumt hatten, wurde die Markthalle mit so viel Nebel vollgepumpt, dass man selbst in der ersten Reihe langsam Schwierigkeiten hatte, das Drumkit in mehr als vagen Umrissen auszumachen. Umso opulenter kam infolgedessen aber die legendäre Enter Shikari-Lichtshow zur Geltung. Einzelne, gestochen scharfe Lichtstrahlen oder visuelles Dauerfeuer aus allen Scheinwerfern: In Sachen Opulenz macht Enter Shikari so schnell niemand etwas vor.

    Andere politisch-inklinierte Bands wie Rise Against mögen die Weltverbesserungstexterei in ihren Songs zwar eloquenter beherrschen als Enter Shikari, aber eine Message ist immer noch besser als keine Message, richtig? Das Publikum jedenfalls feiert jeden Song frenetisch und verdient sich locker ein Fleißsternchen für Textsicherheit. Die Band zeigt sich ebenfalls in energetischer Bestform, klettert auf Bühnenaufbauten und nutzt jeden freien Fleck für Dub-Step-Tanzeinlagen. Bei Krachern wie „Juggernaut“, „Sssnakepit“ und „Gandhi Mate, Gandhi“ steht in der Markthalle erst recht nichts mehr still.

    Nach gut eineinhalb Stunden voll partytauglicher Hardcore-Dub-Reverbs verabschiedet sich Enter Shikari schließlich von einer restlos begeisterten Zuhörerschaft. Und wenn einem das Konzert sonst nichts gebracht hat, dann doch zumindest die beruhigende Erkenntnis, nach solch einer überstandenen Lichtshow hundertprozentig Epilepsie-frei zu sein.

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