Bosse Tickets und Termine.

  • Event-Infos zu Bosse

    Ist der Axel Bosse etwa doch noch angekommen? Wo er hinwollte? Na in jedermanns Gehörgang, wie es sich gehört. Seine Solokarriere begann er zu einer Zeit, als Kollegen wie Wir sind Helden und Juli deutschsprachiger Popmusik einen zweiten Frühling bescherten, wie er tatsächlich bis heute anhält. Ähnliches gilt auch für Bosse. Vom madsenen Indie-Rock der Anfangstage entfernt sich der gebürtigen Braunschweiger dabei immer weiter in Richtung der Songwritergefilde eines Philipp Poisel. Kontinuierlich steigender Erfolg und vor allem immer ausgeklügeltere Alben bestätigen Bosses Entwicklung. Die Setlist der Live-Shows fokussiert deshalb vornehmlich die Alben „Taxi“ und „Wartesaal“, ohne jedoch Hits wie „Kraft“ oder „Dein Takt“ auszusparen. Wenn also Bosse seine Band für die Tour einpackt, dürfen Fans jeglicher Stunde auf dem Tickettisch zugreifen und die vorläufige Ankunft bejubeln.

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  • Bosse im Porträt

    Dass deutschsprachige Popmusik so seine Tücken haben kann, ist auch an Axel Bosse nicht vorbei gegangen. Nichtsdestotrotz erhebt dieser anno 2003 seinen Nach- zum Bandnamen, um ebendiesen Pfad einzuschlagen.

    Seine ersten Schritte im Musikbusiness hat Bosse bereits im Alter von 17 Jahren als Sänger der Schülerband Hyperchild gemacht. Trotz Plattenvertrag und einem Achtungserfolg mit dem Black-Cover „Wonderful Life“ waren die Pop-Rocker jedoch nach nur einem Album wieder Geschichte. Nur ein Jahr und eine rekreative Auszeit in Spanien später läutet Bosse seine Solokarriere ein und stellt eine Live-Band zusammen, mit der er bis heute tourt und arbeitet. Als 2005 das Debüt „Kamikazeherz“ erscheint, rufen es die Spatzen von den Dächern: Wir sind Helden, Neue Neue Deutsche und die „perfekte“ Welle, Popmusik von „hier“. Relativ überraschend war die Vermengung deutschsprachiger Texte mit gitarrenorientierter Popmusik wieder en vogue. Wo jahrelang Bands wie Tocotronic und Element of Crime stets auf hohem Niveau und doch etwas abseits agierten, richteten sich plötzlich Scheinwerfer auf Nachwuchs wie Silbermond oder die besagten Reklamierer aus Berlin. Ein besserer Zeitpunkt für den Albumauftakt Bosses hätte sich ebenso wenig finden lassen können wie ein schlechterer. Einerseits war die Chance, mit deutschsprachiger Pop- bzw. Rockmusik Zuhörer zu gewinnen nie größer, doch andererseits gab es seit den „seligen“ NDW-Zeiten nicht annähernd so viele Künstler in diesem Genre. Dass Bosse jedoch für den Einer-von-Vielen-Status nicht taugen, sollte sich alsbald herausstellen.

    Die Single „Kraft“ sichert so neben Radio- und TV-Airplay auch einen Plattenvertrag und einen lukrativen Supportslot auf der anstehenden Tour der Alternative-Institution Such a Surge. Über Langeweile kann sich bei Bosse also wohl niemand beklagen, weshalb sich so mancher verdutzt die Augen reibt, als nur ein Jahr nach „Kamikazeherz“ bereits dessen Nachfolger „Guten Morgen Spinner“ aus dem Regal grinst. Aus den Boxen ertönen auch dieses Mal sowohl laute Gitarrenrocksongs als auch schwelgerische Balladen über die Liebe im graublauen Alltag. Mit dem Zweitwerk im Gitarrenkoffer beackern Bosse in den darauffolgenden Jahren die deutschen Bühnen hauptsächlich als Vorband namhafter Acts wie Mando Diao, Silbermond oder Madsen. Doch es läuft bei weitem nicht alles rund.

    Drei Jahre vergehen bis zum dritten Bosse-Album. Drei Jahre, in denen er Zeit zum Nachdenken, Reisen und Labelwechsel findet. Am Ende der Auszeit steht „Taxi“, das Bosse erstmals unter die Top 100 Alben chauffiert. Die Grundstimmung der LP gerät insgesamt etwas ruhiger und bodenständiger als die seiner Vorgänger. So geht es im gleichen Jahr wieder auf große Tour, die Bosse dieses Mal fast durchweg als Hauptact bestreiten. So sind sie nun selbst in der Lage, jungen Bands wie Frida Gold oder Auletta ein Sprungbrett unter die Füße zu nageln.

    Mit der Gewissheit, durch „Taxi“ nochmals eine Menge Freunde dazu gewonnen zu haben, begeben sich Bosse 2010 ins Studio, um das vierte Studioalbum anzugehen. Das Ergebnis erscheint Anfang 2011 und hört auf den Namen „Wartesaal“. Kommerziell gesprochen markiert es den bisherigen Höhepunkt Bosse´schen Schaffens mit einem 16. Platz in den deutschen Albumcharts. Doch auch in Sachen Songwriting zeigt es, wie souverän es der Wahlhamburger mittlerweile versteht, einnehmend-intime Popsongs zu schreiben, von deren angenehm klischeefreier Sprache sich zahlreiche Musikerkollegen gerne etwas abgucken dürfen.

    So viele tückische Untiefen, wie Bosse sie bisher umschifft haben, haben nicht allzu viele Bands links liegen gelassen. Und dass sich Skipper Axel vom neuentdeckten Chartserfolg davon abbringen lassen wird, ist wahrlich nicht zu erwarten.

  • Rezensionen zu Bosse

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