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  • Adam Lambert im Porträt

    Adams Geschichte beginnt in Indianapolis, Indiana, wo er am 29. Januar 1982 als erstes Kind von Leila und Eber Lambert geboren wird. Ein Jahr nach Adams Geburt nimmt sein Vater einen Job in San Diego an und die Familie zieht nach Südkalifornien um. Sie lassen sich in Rancho Bernardo nieder und vier Jahre später, als Adams jüngerer Bruder geboren wird, zieht die Familie in das nahegelegene Rancho Peñasquitos, östlich von Del Mar.
    Das Haus war voll von Musik, da Adams Vater im College als DJ arbeitete und eine beeindruckende Plattensammlung besaß – darunter Bob Marley, Bob Dylan und The Grateful Dead. Als er sehr klein war, durfte Adam die Vinylplatten nicht berühren. „Ab einem gewissen Zeitpunkt später ließ er mich die Platten halten“, sagt Adam, der damals nicht viel Radio hörte. Aber er kaufte Kassetten im örtlichen Plattenladen Wherehouse. „Auf meiner ersten Kassette waren Remixe von Paula Abduls ‚Shut Up and Dance’, die ich super fand. Die ersten CDs, die ich besaß, waren Mariah Careys ‚Emotions’ und Wilson Phillips.“
    Adams Eltern bemerkten, wie viel Energie ihr Sohn hatte und versuchten mit allen möglichen Aktivitäten wie Hallenfußball, T-Ball und Schwimmkursen einen Kanal dafür zu finden. „Sie haben alles versucht“, sagt Adam. „Ich war sehr kreativ und wollte mich verkleiden und Phantasiespiele spielen und Dinge zitieren, also kamen sie darauf, dass das Theater der angemessene Rahmen sein muss.“ Adam war 10 als er sich einer Kindertheatergruppe anschloss. „Das erste Mal, dass ich erkannte, dass ich singen wollte, war in einer Produktion von ‚Anatevka’. Ich spielte einen Russen, der ein Solo singt und diesen einen Ton für eine Ewigkeit hält. Das war ein großer Angebermoment.
    Gesangsunterricht folgte und in der High School schloss sich Adam der Chor- und Theatergruppe an und sang mit einer Jazz-Band. Mit 16 wurde er Ensemble- Mitglied einer Freilufttheatergruppe im Balboa Park in San Diego, mit der er „Hello, Dolly!“ und „Camelot“ spielte. Im nächsten Sommer schloss er sich einer anderen Theatergruppe an und wurde in „The Music Man“, „Grease“ und „Peter Pan“ eingesetzt.
    „Zur gleichen Zeit sah ich MTV und hörte mir Popmusik an. Ich war begeistert von Missy Elliott und Britney und Christina und ’N Sync und den Backstreet Boys.“ Aber sein Traum war es, am Broadway aufzutreten. Nach einem kurzen Aufenthalt an der California State University in Fullerton im Studiengang Musik und Theater, bekam Adam einen Job auf der Schifffahrtslinie Holland America, wo er die männlichen Hauptrollen bei Musical-Revuen spielte. Hier hatte er die Chance, die Welt kennenzulernen und gleichzeitig an seinem Handwerk zu feilen. Im Anschluss zog er nach Los Angeles, allerdings nicht für lange Zeit. Er wirkte bei einer deutschen Produktion von Hair mit und blieb im Alter von 21 für ein halbes Jahr in Europa. Nach seiner Rückkehr nach Südkalifornien gab ihm der Intendant David Lee eine Rolle in der Reprise-Theater-Produktion von „On The Twentieth Century“. Mit seinem neuen Ausweis als Bühnenschauspieler fand Adam Rollen in „Brigadoon“ in Texas, „110 In The Shade“ im Pasadena Playhouse und in einer Produktion von „Die Zehn Gebote“ im Kodak Theater in Hollywood, in der Val Kilmer in der Hauptrolle mitwirkte.
    Nach seinem Erfolg in „Die Zehn Gebote“ trat Adam in „The Zodiac Show“ im Henry Fonda Music Box Theater – ebenfalls in Hollywood – auf. Mit einem der Gitarristen der Show-Band gründete Adam die Rockband Citizen Vein. „Wir hatten diesen klassischen Metal-Sound, was für mich ein echter Richtungswechsel war, aber wir liebten beide Led Zeppelin und wir liebten beide klassischen Rock. Also hatten wir diesen Metallica-Vibe.“ Citizen Vein traten nur dreimal auf, einmal in Huntington Beach, einmal im „Cat Club“ auf dem Sunset Blvd. und einmal in der „Knitting Factory“ in Hollywood. „Das waren großartige Erfahrungen“, sagt Adam, „denn es war das erste Mal, dass ich mit einer Band spielte und Songs schrieb. Bei Citizen Vein dabei gewesen zu sein, macht einen großen Teil meiner musikalischen Entwicklung aus. Ich habe viel gelernt, auch wenn wir niemals richtig losgelegt haben.“
    Bei der Suche nach neuen Möglichkeiten hatte Adam eine neue Inspiration. „Die Darsteller von ‚Wicked’ hatten immer ‚American Idol’ laufen und jeder hatte eine Meinung zu jedem Sänger und zu ihren Auftritten und eines nachts sagte einer aus dem Ensemble, ‚Adam, du solltest zum ‚Idol’-Casting gehen’“. Adam hatte die erste Staffel mit Kelly Clarkson verfolgt und einige Shows in den folgenden Jahren gesehen. „Ich dachte nicht, dass die Show mich mögen würde. Ich dachte, ich sei zu abgedreht.“
    Trotz dieser Angst fuhr Adam mit zwei seiner besten Freunde zum Casting für die achte Staffel nach San Francisco. „Ich wusste, dass ‚Idol’ ein Karrieresprungbrett sein kann.“ Als er vor der Jury stand, sagten ihm Simon und Kara, dass er zu theatralisch sei – eine Bemerkung, die bei ‚Idol’ traditionell negativ belegt ist, aber Adam sang Michael Jacksons „Rock With You“ und Queens „Bohemian Rhapsody“ und die Jury schickte ihn nach Hollywood.
    Weniger als ein Jahr später stand Adam gemeinsam mit Queen auf der Bühne und sang den gleichen Klassiker. Es war das Staffelfinale und als alles vorbei war, ging Adam als Zweitplatzierter aus der Staffel hervor.
    Auf seiner „Idol“-Reise sang er Songs aus vielen verschiedenen Genres und beeindruckte die Jury jede Woche erneut mit Songs wie „Mad World“ („Der Song ist fesselnd und schön, und geht dir ins Ohr. Ich wusste, dass er anders ist und eher weniger zu ‚Idol’ passt), „Ring Of Fire“ („Ich war wirklich von David Cooks Ansatz aus der Show im Vorjahr inspiriert. Das Country-Motto ist einer dieser Momente, in dem du einen Song nehmen und ihn so gestalten kannst, dass er zu dir passt, so wie David es mit ‚Billie Jean’ getan hat“), „(I Can’t Get No) Satisfaction“ („Meine Mutter ist ein riesiger Stones-Fan. Ich habe ‚Satisfaction’ ausgewählt, weil ich mich an echte Ikonen rantrauen wollte“) und „The Tracks Of My Tears“ („Eine Woche vorher hatte ich ‚Ring Of Fire’ gesungen und damit jeden gereizt und so wollte ich in die entgegengesetzte Richtung gehen und super-adrett und hübsch und akustisch und bodenständig auftreten“).
    Nach dem „Idol“-Finale tourte Adam gemeinsam mit den anderen Top10- Finalisten durch die USA. Noch bevor die Tour losging, hatte er die Billboard Charts erobert und war in die Hot 100 und die Hot Digital Song Charts eingestiegen.

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