The Veils

Manchmal hat man so Lieblingsbands, die eigentlich immer viel zu weit hinten im Plattenschrank lauern. The Veils fällt bei mir wohl leider in jene Kategorie. Vielleicht liegt das aber auch ein wenig daran, dass sich Finn Andrews und Konsorten so selten melden, sei es mit einem neuen Album oder gar einer Deutschland-Tour. Beides ist inzwischen vier Jahre her, doch findet beides schon bald ein Ende. Das vierte Veils-Werk, „Time Stays, We Go“, hat es bereits in die Läden geschafft, Konzerte sind gebucht. Während der neue Langspieler, samt solcher Schönheiten wie „Out From the Valley & Into the Stars“, „Another Night on...
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Soley

Ein Album und Millionen YouTube-Klicks hat Sóley bisher zu verzeichnen. Mit Engelsstimme und niedlichem Akzent singt sie irgendwie melancholisch und fantastisch (im wahrsten Sinne des Wortes), aber das sind wir von Isländern ja gewohnt. Sóley sieht ein bisschen so aus, als wohnte sie gerade in Berlin Mitte, aber nein – sie ist auch so cool und macht auch wirklich Kunst! Nun erobert sie nicht nur das Internet, sondern auch die internationalen Bühnen. Getourt hat sie bereits mit ihrer Zweitband Seabear, mit Sin Fang und nicht zuletzt mit dem Erfolgsschlager des letzten Jahres und wiederum Landsleuten, Of Monsters and Men. Da den...

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Naked Lunch

Und der Optimismus bleibt! Mit ihrem sechsten Album in etwas mehr als 20 Jahren legen Naked Lunch wohl ihr euphorischstes Werk – und sicherlich eines ihrer besten – vor. Selbst wenn es ganz ohne Depressionen im Naked Lunch Kosmos naturgemäß nicht zugehen kann. So lauert auf „All Is Fever“, jener LP, mit der die Österreicher beim Tapete-Label eine neue Heimat gefunden haben, hinter jeder Ecke der Tod. Ein bisschen wie im wahren Leben. Dennoch singt Oliver Welter beinahe sorgenfrei, beispielsweise in der programmatisch „The Sun“ betitelten Single zu Orchesterbegleitung und von der alles gleichmachenden Sonne, die das grüne Gras versengt und...
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Tocotronic

20 Jahre, 10 Alben, eine Institution: Tocotronic. Schon wieder haben die Hamburger zuletzt ein wunderbares Album vorgelegt, dem Feuilletons und Fans gleichermaßen huldigen. Wenngleich Lowtzow, Müller, Zank und McPhail nicht an die überraschende Nr. 1-Platzierung des Vorgängeralbums „Schall & Wahn“ anknüpfen konnten, zeugen auch die neuen Songs wieder von handwerklicher wie textlicher Finesse. „Wie wir leben wollen“ gelingt dabei das Kunststück, nach dem Abschluss der sog. Berlin-Trilogie tatsächlich einen Neustart hinzulegen, ohne sich vom bisherigen Schaffen zu entfremden. Vielleicht der Übergang zum Spätwerk? Wenn sie trotzig-ironisch auf den Konzerten doch wieder „Wir wollen Teil einer Jugendbewegung sein“ singen, mag man das...
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Selena Gomez: Des Biebers bessere Hälfte

Je lauter der Trubel um Justin Biebers Europa-Tour wird, desto stiller – könnte man zumindest meinen – wird es um seine On/Off-Freundin Selena Gomez. Doch die „Waverly-Place“-Darstellerin ist in letzter Zeit ebenfalls nicht untätig gewesen! Davon kann man sich in diesem Jahr sowohl im Kino als auch musikalisch überzeugen. Im März läuft Gomez´ neuer und ungewöhnlich brutaler Film „Spring Breakers“ an, der sie zusammen mit „High School Musical“-Darling Vanessa Hudgens weit abseits des Disney-Universums zeigt. Und auch musikalisch bekommt Selena Gomez ordentlich Aufwind! 2013 wird sie ihr viertes Album „Beautiful Mess“ veröffentlichen, welches natürlich vom Trennungsschmerz handelt. Oder auch von der...
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The Darkness

Kann man Support bei Lady Gaga machen und trotzdem cool sein? Vielleicht, doch waren The Darkness ja eh nie cool! Vielmehr waren die britischen Freunde des Spandex-Rock stets so uncool, dass sie schon wieder so cool waren, dass sie... Ach, eigentlich machten Justin Hawkins und seine Kollegen das Spiel mit der Ironie schon immer kaputt. Wer Songtitel wie „Every Inch of You“ im Repertoire hat, kann per se schon kein böser Bruder sein! Seit der The Darkness-Reunion haben Muse jedenfalls wieder einen argen Konkurrenten um die Queen-Thronfolge mehr und die Welt ihre vielleicht humorvollste Rocktruppe zurück. Doch bei aller Cheesiness sind...
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Paul Banks

Keine Julian-Plenti-Versteckspielchen mehr, Paul Banks ist solo unterwegs, und das darf dieses Mal auch jeder wissen. Oder besser: sollte! Wenn ein solch begnadeter Songwriter vorbeischaut, der zudem auch noch mit einer der markantesten Stimmen der gegenwärtigen Musikszene gesegnet ist, sollte man schließlich vor Ort sein. Mit „Banks“ legte der Interpol-Frontmann kürzlich nicht nur das erste Album unter eigenem Namen, sondern auch gleich eines der besten im Jahr 2012 hin. Noch immer ist da dieser Gesang voll spröder Leidenschaft, noch immer sind da die geheimnisvollen Texte und kompakten Melodien. Neu hingegen ist die Variabilität, mit der die Scheibe daherkommt. So hält im...
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The Joy Formidable

Dem Gebrüll folgt das Geheul – Mit dem frischen Zweitwerk „Wolf´s Law“ kommen The Joy Formidable in hiesigen Gefilden herum. Beinahe auf den Tag genau zwei Jahre zuvor krachmeierten sie mit ihrem fulminanten Debüt „The Big Roar“ ins Rampenlicht und bescherten mit „Whirring“ wohl nicht nur Dave „Darling“ Grohl den persönlichen Song des Jahres. Nur verständlich, ist doch gerade jener mit 6:47 Minuten Laufzeit, seinem einnehmenden Gitarren-Riff und beinahe unerträglichem Spannungsaufbau inklusive kompromisslosen Finale ein Musterbeispiel der Stärken des Trios. Doch nicht nur in konservierter Form installierten sich The Joy Formidable dereinst als eine der großen Nachwuchshoffnungen. War es nicht gerade...

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Paul Weller

Männer soll man ja warten lassen, und besteht Paul Wellers Anhängerschaft nicht in erster Linie aus maskulinen Musikhörern? Vielleicht ja, vielleicht nein, vielleicht hatte Sir Paul schlichtweg zu viel zu tun, um öfter mal hierzulande hereinzuschneien. Kurz vor dem Weihnachtsfest aber beschert uns der Modfather nun endlich einmal wieder mit einer, wenn auch kurzen, Tour. Aber wo steht Paul Weller denn eigentlich im Jahr 2012? Das aktuelle Album „Sonik Kicks“ mag diese Frage inhaltlich nicht recht zu beantworten. Von Folk über Ska bis Dub ist das 11. Studiowerk des Briten sein bei Weitem vielfältigstes. Qualitativ ist es jedoch ganz eindeutig eine...
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Moneybrother

„This Is Where Life Is“ heißt das Album, doch tobt das Leben erst so richtig bei den Live-Shows. Das war bei Moneybrother schon immer so und wird sich auch nicht mehr ändern! Zugegeben, die Kritiken für das neue Werk des Schweden fielen teils eher verhalten aus, allerdings wissen auch neue Songs wie „Jealousy“ oder „Dancing to Keep from Crying“ sehr zu gefallen und werden spätestens live dem Titel des Letztgenannten gerecht. Dazu sammelt Anders Wendin aka Moneybrother wieder kübelweise Sympathiepunkte, die Band groovt und röhrt, wie sich das für den Springsteen-Schweden-Soul-Sound gehört, und alle singen von dem rettenden Wind, der gemeinen...

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